Bangkok – Stadt der Engel

Zum Abschluss unserer Asienreise besuchten wir die „Stadt der Engel“ – Bangkok. Die Hauptstadt Thailands ist bekannt für Ihre hunderten Tempel. In Bangkok herrscht architektonischer Wildwuchs, in der sich Blechlawinen im Schneckentempo durch die Strassen quälen. Der Smog macht das Atmen schwer. Neben pompösen Shoppingzentren, reihen sich die Wellblechhütten der Slums. Die Bürgersteige sind nicht nur für Fussgänger, sondern primär für die Händler und Garküchen reserviert. Sobald die Sonne nicht mehr ganz so stark auf den Asphalt brennt, tauchen die ersten Köche und Händler auf und stellen ihre Läden hin.  Bangkok ist laut, dreckig, chaotisch und käuflich – trotzdem waren wir fasziniert und konnten fast nicht genug bekommen von der Stadt der Engel.

Bangkok ist zudem im Guinessbuch der Rekorde. Denn keine Hauptstadt der Welt hat einen längeren Namen. Den Bangkok ist lediglich eine gängige Abkürzung. Der offizielle Name der Thais lautet nämlich: „Stadt der Engel, große Stadt [und] Residenz des heiligen Juwels Indras [ Smaragd-Buddha ], uneinnehmbare Stadt des Gottes, große Hauptstadt der Welt, geschmückt mit neun wertvollen Edelsteinen, reich an gewaltigen königlichen Palästen, die dem himmlischen Heim des wiedergeborenen Gottes gleichen, Stadt, die von Indra geschenkt und von Vishnukarm gebaut wurde.“ Quelle: Wikipedia

BangkokSpät am Abend angekommen, war unser Ziel Bangkoks Innenstadt. Die beste und günstigste Variante ist der moderne und günstige Skytrain. Leider haben wir unsere Ausstiegsstation falsch gewählt und waren im guten Glauben diese Distanz locker zu Fuss schaffen zu können. Es dauerte aber nicht lange, und mein mittlerweile stark gefüllter Rucksack wurde zur grossen Last. Die 30 Grad die es hier noch um 22Uhr hatte erleichterte unser Vorhaben keineswegs. Nach kurzem Jammern meinerseits war es klar das nächste Taxi gehört uns. Der Preis von 150 Baht war zwar im Verhältnis absolut überteuert, aber in unserer Situation war uns dies egal.

Nach einer sehr freundlichen Begrüssung und Einweisung der Räumlichkeiten, fühlten wir uns im Luxusdomizil  (eine Suite von ca. 60qm) sofort wohl.

Am nächsten Tag war unser erstes Ziel einer der besten Schneider der Stadt zu besuchen (Nickermanns), diesen hatten wir zuvor bei Tripadvisor ausfindig gemacht. Nach einer Einweihung in Stoffkunde und modernen Schnitten, musste nur noch die Anzahl Hemden geklärt werden. Schnell war Mass genommen und alles notiert.

Tailor NickermannSo wurde ein Termin für den nächsten Tag ausgemacht um ein erneutes „Fitting“ durchzuführen. An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass nur unseriöse Schneider auf eine weitere Anpassung verzichten.

Tailor NickermannDa wir uns bereits in Shoppinglaune befanden, war klar, heute wird geshoppt. In der dafür passenden Strasse (Rama I) befanden wir uns ja schon. Also bummelten wir gemütlich von einem Shopping Center ins Nächste. Eines ist fix, zum Shoppen ist man hier genau richtig. Hier findet man in einem Shoppingcenter im 5. Stock „Prada“ und „Gucci“ und im 6. Stock „Lamborghini“ und „Porsche“. So muss man nicht mal das Center verlassen wenn man eine neue „Kutsche“ braucht, um die Einkäufe nach Hause zu bringen.

Shopping CenterShopping CenterUnterwegs kamen wir auch beim Siam Center vorbei. Dort besuchten wir das „Siam Ocean World“. Hier wurde uns eine Vielzahl von Fischen und anderen Meeresbewohnern gezeigt. Highlight war das Füttern der Haie.

Siam Ocean World Siam Ocean World Siam Ocean World Siam Ocean WorldEndziel des Shoppingwahns war das MBK, dieses Shoppingcenter beheimatet keine Luxuslabels, sondern individuelle Shops mit No-Name-Produkten oder „Original-Thai“… Same Same but Different 😉 Die Stockwerke mit jeweils einer riesigen Verkaufsfläche, beispielsweise eine nur mit Klamotten und die darüber nur Handys und deren Zubehör. Die Dimensionen sind für uns Europäer fast nicht vorstellbar.

MBKAm Heimweg gab es direkt am Strassenrand unser Abendessen. Gebratene Nudeln aus der Garküche. Was für ein Gaumenschmaus und das für 20 Baht (50 Cent) pro Person.

Am nächsten Tag war es Zeit für „Sightseeing“ . Bangkok hat viele Tempel, aber Aufgrund der „angenehmen“ Wärme von 39 Grad 😉  haben wir beschlossen nicht alle zu besichtigen.

Tempel Nr. 1 war „Wat Trai Mit“.  Er beherbergt eine alte, aus massivem Gold geformte, sitzende Buddha-Statue der Sukhothai-Periode, mit drei Metern Höhe und einem Gewicht von fünfeinhalb Tonnen!

Wat Trai Mit

Wat Trai MitAls nächstes besuchten wir den „Wat Pho“ .

Wat PoDieser grosse und umfassende Tempel liegt neben dem Grand Palace. Er beherbergt eine gigantische vergoldete Liegenden Buddha Statue. Sie ist rund 46 Meter lang und 15 Meter hoch. Die Fusssohlen sind mit Einlegearbeiten aus Perlmutt gefertigt. Der Tempel wird auch als das erste Zentrum des öffentlichen Bildungswesens betrachten und wird manchmal auch als „erste Universität Thailand“ bezeichnet.

Wat PoZum Schluss besuchten wir den wohl wichtigsten Tempel Bangkoks, den „Grand Palace und Wat Phra Kaeo“. Dieses traumhafte Wahrzeichen Bangkoks enthält mehrere Gebäude mit sehr detaillierten architektonischen Besonderheiten. Der Tempel Wat Phra Kaeo befindet sich innerhalb des selben Geländes, ist eine Schatzkammer der thailändischen Künste und beherbergt den Smaragd-Buddha, die am meisten verehrte Buddhastatue Thailands.

Grand Palace and Wat Phra Kaeo Grand Palace and Wat Phra Kaeo Grand Palace and Wat Phra KaeoGrand Palace and Wat Phra Kaeo Grand Palace and Wat Phra Kaeo Grand Palace and Wat Phra Kaeo Grand Palace and Wat Phra KaeoUm in Bangkok von A nach B zu gelangen, hat man mehrere Möglichkeiten. An wenigen Orten fährt der bereits erwähnte Skytrain. Teilweise sieht man auch Busse umher fahren. Diese will man aber nicht wirklich von innen sehen, denn schon von aussen sehen sie furchteregend und uralt aus. So bleibt einem nicht viel anderes übrig, als sich für ein Tuk Tuk oder ein Taxi zu entscheiden. Dies wurde aber zunehmend zu einer Farce. Beinahe bei jedem Versuch, ganz normal mit einem Taxi ans Ziel zu gelangen, wollte uns der jeweilige Fahrer übers Ohr hauen. Die eigentlich überall angeschriebenen Taximeter werden grosszügig ignoriert. Pauschalpreise um das 5 bis 10-Fache wurden uns angeboten. Lehnte man diese kategorisch ab, wollten uns die Taxis überhaupt nicht mitnehmen und fuhren weiter. Unter dem Motto: „Ich finde sicher einen anderen dummen Touri, der mir das 10-fache bezahlt“. So dauerte es meist eine halbe Ewigkeit, bis wir einen halbwegs ehrlichen Fahrer gefunden haben, der dann mit dem doppelten Betrag zufrieden war. Einzig beim Bestellen von Taxis im Hotel funktionierte die Geschichte mit dem Taximeter. So bezahlten wir für eine Fahrt quer durch die halbe Stadt nur 75 Baht (1.50 Euro). Bei den „Pauchalangeboten“ startet man meist bei ca 200 Baht. Tuk Tuks sind da sogar noch unverschämter. Diese starten erst bei 300 Baht. Zwischenstopps bei irgendwelchen dubiosen Läden bot uns beinahe jeder Tuk Tuk Fahrer an. Hier erhalten die Fahrer für jeden gebrachten Touri Gutscheine für Benzin.

Nach dem etwas anstrengenden Tag war es wieder Zeit für Erholung. Nichts eignet sich besser als im 8. Stock bei über 36 Grad am Pool die Cocktails zu schlürfen.

Sivatel Hotel - Pool im 8. StockDas heutige Abendprogramm bestand darin, die Sirocco Sky Bar im Lebua State Tower zu besuchen. Durch den Film Hangover hat diese Bar mittlerweile an Berühmtheit zugelegt. Die Preise sind selbst für europäische Verhältnisse sehr hoch. Aber die grandiose Aussicht lässt den Preis von 1400 Baht (16 Euro) pro Cocktail, schnell vergessen.

Scirocco Sky Bar - Lebua State Tower Scirocco Sky Bar - Lebua State Tower Scirocco Sky Bar - Lebua State Tower Scirocco Sky Bar - Lebua State TowerDen letzten Tag haben wir damit verbracht, noch ein paar Souvenirs und Mitbringsel zu besorgen. Und kein Shoppingcenter eignet sich dazu besser als das MBK. Zum Abschluss gab es noch „All you can eat“ für 1 Stunde im japanischen Restaurant „shabushi“. Hier gab es die Möglichkeit, in einem kleinen Topf vor sich, diverse Zutaten zu kochen. Diese werden auf einem Förderband serviert. Ebenfalls gab es ein Sushi-Buffet und dieses war göttlich.

Mit vollen Mägen, vielen Eindrücken und traumhaften Erinnerungen machten wir uns auf die Heimreise.

Posted from Bangkok, Bangkok, Thailand.

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