Piemont

Auffahrt/Christi Himmelfahrt ist jedes Jahr prädestiniert für einen sogenannten Brückenurlaub. Auch wir haben uns diesmal entschieden, ein paar Tage in die Ferne zu fahren. Die Eltern von Sidi besitzen einen Mercedes – Marco Polo Campingbus. Diesen durften wir für unseren Mini-Urlaub ausleihen.

DSC04120Normalerweise kommt bei uns der kulinarische Teil mehr als Beilage in den Blog. In diesem Beitrag ist es dann wohl die Hauptspeise.

Die Anreise erfolgte über den Grossen Sankt Bernhard, wie schon vorab erwartet hatten wir dort keinen Stau, dafür mussten wir eine Passmaut von 25,- € bezahlen. Im Aosta-Tal angekommen suchten wir uns eine Übernachtungsmöglichkeit. Wir folgten einfach den ersten Schildern die ein Zelt zeigten. Den Campingplatz in Saint Oyen hat die besten Jahre schon hinter sich. Für Leni, die das Campen noch nicht kennt, war das eine wahre Feuertaufe.

Nächstes Ziel der Fahrt war Torino (Turin) ganz im Norden Italiens. Der ehemals olympische Austragungsort (Winter 2006) ist eine klassische italienische Stadt mit einem schönen Zentrum und vielen alten Gebäuden. Das Wahrzeichen Turins ist das Mole Antonelliana (Museo Nazionale del Cinema). Der 167.50m hohe Turm ist das höchste Gebäude Turins und war sogar einst das höchste Gebäude Europas! Der Turm ist zudem auf der italienischen 2 Euro Münzen abgebildet. Die Aussicht war super:

DSC04127 DSC04128Nach dem Besuch des Museumturms, haben wir uns auf der Piazza del Emanuelle ein tolles Mittagessen gegönnt. Hier merkt man, dass in Turin der „Aperitif“ (Magenöffner) erfunden wurde.

DSC04172Nach dem Zwischenstopp in Turin sind wir auf direktem Wege Richtung Weingebiet „Langhe“ weitergefahren. Auf Gut-Glück haben wir vor Ort nach einem Camping- oder Abstellplatz Ausschau gehalten. Das ganze Piemont ist nicht sehr touristisch. Daher finden sich dort auch nicht allzu viele Möglichkeiten mit einem Campingbus. Sollte man jedoch mit dem Auto unterwegs sein, bieten viele Bauernhöfe und Weingüter die Möglichkeit des „Agritourismus“ an. Nach kurzer Suche, wurden wir dann aber in „Vergne“ fündig. Der kleine Ort liegt direkt oberhalb von „Barolo“ – dem weltbekannten Weindorf. Der Wein „Barolo“ gehört zu den weltbesten Rotweinen überhaupt. Die wunderschöne, hügelige Landschaft ist übersäht mit Weinreben.

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Natürlich liessen wir es uns nicht nehmen, mit den Bikes durch die Hügel zu radeln, um einige tolle Fotos schiessen zu können.

DSC04207 DSC04240Unterwegs konnten wir so regelmässig den Spitzenwein Barolo und alle anderen tollen Weine, wie der Nebbiolo, dieser Region degustieren.

DSC04256Die unkomplizierte Transportart hatte aber auch seine Nachteile. So konnten wir zwar beide immer schön degustieren, jedoch wurden die Beine von Keller zu Keller immer wie schwerer. Der Einkauf gestaltete sich äusserst amüsant. Wir konnten mit den Bikes logischerweise nichts direkt mitnehmen. Also reservierten wir uns Kiste um Kiste beim jeweiligen Verkäufer, um diese dann einen Tag später mit dem Bus abholen zu können. So haben wir am zweiten Tag im Piemont dieselbe Route nochmals mit dem Bus abgefahren. Diesmal aber ohne Degustationen…

Auf der Heimreise sind wir dem Stau am Gotthard geschickt ausgewichen und haben unsere Route über Simplon, Grimsel und Brünig gewählt.

 

Posted from Barolo, Piedmont, Italy.

Ein Kommentar zu “Piemont

  1. Carlo

    Hallo Sidi und Leni,

    da ich etwas ganz ähnliches betreibe , bin ich gerade über euren Blog gestolpert – ein klasse Bericht über das Piemont, welcher mich an meine ersten Touren nach Castellino Tanaro erinnert. In Turin waren wir zuletzt im April und kommen immer wieder gern dorthin zurück. Die Aperitivo-Kultur ist einfach genau unser Ding! 😉 Wenn ihr mögt, schaut euch doch mal unsere Reiseberichte an. Vielleicht bekommt ihr dann ja Lust wieder mal ins Piemont zu reisen!

    Herzliche Grüße

    das Team von Casa al Tanaro

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